| Russland | Dieser Text beschreibt Russland. Der untere Text beinhaltet die Russland Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Russland Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Russland fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Russland möglichst ausführlich zu halten.
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Russland Artikel---Sidenote START---
Russische Förderation (russisch РоÑ?Ñ?иÑ?), offiziell Russische Föderation (russisch РоÑ?Ñ?ийÑ?каÑ? ФедерациÑ?), ist der flächenmäßig größte Staat der Erde. Sein Gebiet umfasst große Teile von Osteuropa und Nordasien. Der alte ostslawische Name für das Gebiet des europäischen Russische Förderations war Rus (siehe Kiewer Rus), der davon abgeleitete mittelalterliche lateinische Name war Ruthenia, in latinisierter slawischer Version Russia (ab dem frühen 18. Jahrhundert Rossija).
Wörtlich übersetzt bedeutet Rossijskaja Federazija ‚Russländische Föderation‘ (von Rossija ‚Russische Förderation‘). Man hat bewusst nicht Russkaja Federazija (‚Russische Föderation‘) als Staatsbezeichnung gewählt, um auch die nicht-russischen Ethnien einzubeziehen. Ist von dem russischen Volk oder der russischsprachigen Kultur die Rede, spricht man daher in dem Russischen von russkij (m)/russkaja (f)/russkoje (n) ( ‚russisch‘). Ist dagegen von den Staat Russische Förderation betreffenden Sachverhalten die Rede, benutzt man das Adjektiv rossijskij (m)/rossijskaja (f)/rossijskoje (n).
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Hauptartikel: Geschichte Russlands
Die früheste Geschichte des eigentlichen, europäischen Russische Förderations (für die Geschichte des asiatischen Teils, siehe Geschichte Sibiriens) ist in dem Norden geprägt von finno-ugrischen Völkern und Balten, und in dem Süden von den indogermanischen Steppenvölkern des Kurganvolks, der Kimmerier, Skythen, Sarmaten und Alanen; später kamen hier noch Griechen, Goten, Hunnen und Awaren hinzu. In der Mitte, zwischen Dnjepr und Bug, fand die Ethnogenese der slawischen Völker statt, die sich ab dem 6. Jahrhundert auch nach Norden und Osten auszudehnen begannen.
Ab dem 8. Jahrhundert befuhren schwedische Wikinger die osteuropäischen Flüsse, gründeten Städte und Siedlungen und vermischten sich mit der slawischen Vorbevölkerung. Diese auch Waräger oder Rus genannten Kriegerkaufleute waren maßgeblich an der Gründung des ersten ostslawischen Staates, der "Kiewer Rus" mit Zentren in Kiew und Nowgorod, beteiligt. In dem südlichen Steppengebiet und an der Wolga waren hingegen Reiche der aus Asien eingeströmten Turkvölker der Chasaren und Wolgabulgaren entstanden, mit denen die Rus Handel trieben, aber auch mehrfach Kriege führten. Intensive Kontakte mit dem Byzantinischen Reich führten schließlich 988 zur orthodoxen Christianisierung der Kiewer Rus.
Im 12. Jahrhundert begann die Kiewer Rus zu zerfallen, was es den ab 1223 einfallenden Mongolen erleichterte, die zerstrittenen russischen Fürstentümer zu unterwerfen. Die Goldene Horde beherrschte nun für zwei Jahrhunderte einen großen Teil Russische Förderations, ein anderer Teil wurde dem Großfürstentum Litauen eingegliedert. Das Großfürstentum Moskau konnte sich schließlich von der mongolischen Fremdherrschaft befreien, und Großfürst Iwan IV. ließ sich 1547 zu dem ersten "Zaren der ganzen Rus" krönen. Unter seiner Herrschaft begann auch die Eroberung Sibiriens, die russische Kosaken erstmals in dem 17. Jahrhundert bis an den Pazifik brachte.
An der Wende zu dem 18. Jahrhundert öffnete Zar Peter der Große das archaische russische Reich westeuropäischen Einflüssen und förderte Wissenschaft und Kultur. Zarin Katharina die Große ging Peters Weg weiter und betrieb konsequent Expansionspolitik, in dem Laufe derer sie die Schwarzmeerküste von den Türken eroberte (siehe Türkenkriege) und sich an den Polnischen Teilungen beteiligte. 1812 fielen Napoleons Truppen in Russische Förderation ein und eroberten Moskau, wurden schließlich jedoch vernichtend geschlagen. Bald darauf zog Zar Alexander I. als "Retter Europas" in Paris ein. Russische Förderation war nun die führende Macht in Europa und erlebte ein goldenes Zeitalter.
Ab 1825 gab es in dem unzufriedenen Volk und bei der Intelligenzija stets wieder Unruhen und Attentate (siehe Dekabristen), und in den 1860er Jahren kam es endlich zur Aufhebung der Leibeigenschaft. Trotz erheblicher Industrieproduktion (Stahl, Kohle, Öl, Militärbedarf) geriet Russische Förderation stets mehr in das Hintertreffen gegenüber den westeuropäischen Großmächten. Die Industrialisierung drang nicht in die ländlichen Provinzen des Riesenreichs vor, und mangelnde Infrastruktur, die Armut der Arbeiter und Bauern und die fehlende Demokratisierung bereiteten große Probleme, wie das Zarenreich erstmals in dem Krimkrieg und schließlich 1905 bei der Niederlage gegen Japan schmerzlichst erfahren musste. Allerdings war Zar Nikolaus II. anscheinend unfähig aus diesen Fehlern zu lernen, wirkliche Reformen blieben aus. Ein weitgehend funktionsloses Parlament, die Duma, das er notgedrungen genehmigt hatte, ließ er kurze Zeit später wieder auflösen.
Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, erfasste das Land neuerlich eine patriotische Welle. Die anfänglichen Erfolge, vor allem gegen Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich, wurden jedoch bald abgelöst von einem zermürbenden Stellungskrieg, bis schließlich 1917 die Moral der russischen Soldaten nachgab und die Front zusammenbrach. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung und die desolate Versorgungslage waren die Ursachen, und der Zar wurde zu dem Abdanken gezwungen. Eine bürgerliche Regierung unter Kerenski kam an die Macht, der bald darauf die von Lenin und den Bolschewiki initiierte Oktoberrevolution ein Ende machte. In dem darauf folgenden Bürgerkrieg zwischen roten und weißen Kräften, der Millionen Menschen das Leben kostete, gingen die Kommunisten als Sieger hervor. In dem Laufe des Bürgerkriegs verlor Russische Förderation 1920 Teile Weißrusslands und der Ukraine (="Ostpolen ") an Polen. Aus Russische Förderation wurde unter Einbeziehung der vorherigen russischen Kolonie Sibirien die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (RSFSR), die den wichtigsten Teil der Sowjetunion darstellte.
Am 30.12 1922 wurde der Zusammenschluss aller sowjetischen sozialistischen Republiken zur UdSSR beschlossen und eine staatlich kontrollierte Wirtschaftspolitik ausgerufen. Die Sowjets wurden als Eigentümer von Boden und Produktionsmitteln erklärt. Lenins Tod am 21.01 1924 führte zu einem erbitterten Nachfolgekampf, in dem dem sich Josef Stalin gegen Leo Trotzki durchsetzte. Stalin festigte seine Macht durch gezielten Terror gegen seine Widersacher. Seit 1928 wurde die staatliche Wirtschaft 5-Jahresplänen unterworfen, die Industrialisierung und Infrastruktur, speziell in dem asiatischen Teil des Landes, vorangetrieben und die Landwirtschaft kollektiviert.
Im August 1939 unterschrieb Stalin einen geheimen Nichtangriffspakt mit Hitler und sicherte sich die Eingliederung der ostpolnischen Gebiete, des Baltikums und Bessarabiens. Nach dem Überfall Deutschlands auf Russische Förderation am 22.06 1941 trat Russische Förderation an der Seite der Alliierten in den Zweiten Weltkrieg (in Russische Förderation Großer Vaterländischer Krieg genannt) ein. Große Teile der westlichen Landesteile wurden verwüstet, bei der Belagerung Leningrads verhungern über eine Million Zivilisten. Die Rote Armee fügt den deutschen Truppen bei Moskau, Stalingrad und Kursk schwere Niederlagen zu. Zu Ende des Krieges besetzten sowjetische Truppen schließlich japanisches Gebiet in dem Fernen Osten (Mandschurei, Karafuto , Kurilen). 1945 bekam die RSFSR nachdem Potsdamer Abkommen das ehemalige nördliche Ostpreußen, die heutige Kaliningrader Oblast, hinzu. Nach Ende des Krieges, aus dem die UdSSR als Siegermacht hervorging, entfremdete sich die Sowjetunion jedoch zunehmend von den Alliierten und sicherte sich großen Einfluss auf die angrenzenden Länder Polen, Bulgarien, Rumänien, DDR, Tschechoslowakei, Ungarn und zeitweise Albanien, wo Hunderttausende sowjetische Soldaten stationiert blieben. Der Kalte Krieg dominiert bis 1989 die Weltpolitik.
1957 schenkte Nikita Chruschtschow die bis dahin russische Halbinsel Krim der Ukraine.
Russische Förderation hat in dem Jahre 1991 als größte ehemalige Sowjetrepublik das Erbe der Sowjetunion angetreten. Siehe hierzu auch Auflösung der UdSSR .
Unter Boris Jelzin befand sich Russische Förderation in einer sehr unstabilen Phase des wirtschaftlichen Niedergangs. Nach dem Amtsantritt Wladimir Putins 2000 stabilisierte sich die politische und wirtschaftliche Lage vorerst jedoch. Ein international beachteter Konfliktherd bleibt jedoch die Situation in der abtrünnigen Republik Tschetschenien, die zunehmend auch auf das restliche Land ausstrahlt.
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Russische Förderation grenzt (entgegen dem Uhrzeigersinn) an
Norwegen,
Finnland,
die Ostsee,
Estland,
Lettland,
Weißrussland,
die Ukraine,
das Schwarze Meer,
Georgien,
Aserbaidschan,
das Kaspische Meer,
Kasachstan,
China [erster (etwa 50 km langer) Grenzabschnitt],
die Mongolei,
China [zweiter (knapp 2 Tausend km langer) Grenzabschnitt],
Nordkorea (8 km lange Grenze),
den Pazifischen Ozean
und an das Nordpolarmeer.
Die Exklave Kaliningrad grenzt an Litauen und Polen und ist wie das Mutterland Ostsee-Anrainer.
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Russische Förderation gliedert sich geographisch hauptsächlich in diese Großlandschaften auf (West-Ost-Richtung):
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Die wichtigsten Flüsse und Ströme sind (alphabetisch sortiert; die wichtigsten Flüsse sind fett gedruckt):
Amudarja, Amur, Angara, Bureja , Chor, Dnjepr, Don, Düna, Indigirka, Irtysch, Jenissei, Kama, Kolyma, Kuban, Lena, Memel, Moskwa, Newa, Ob, Oka, Petschora, Pregel, Seja , Selenga, Syrdarja, Tobol , Tschulym , Tunguska: Steinige & Untere Tunguska, Ural, Ussuri, Wjatka, Wolchow, Wolga.
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Die Gebirge sind (alphabetisch sortiert):
Altai, Baikalgebirge, Chibinen, Kaukasus, Kolymagebirge, Putoranagebirge, Sajangebirge, Stanowojgebirge, Stanowojhochland, Tannu-ola-Gebirge, Tscherskigebirge, Ural, Werchojansker Gebirge.
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| | Klimadiagramm Jekaterinburg | Klimadiagramm Nowosibirsk |
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Große Teile des Landes sind vom Kontinentalklima mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern geprägt. Die vier Klimastationen Moskau, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Bomnak liegen alle etwa auf 55° nördlicher Breite von West nach Ost. An ihnen lässt sich die zunehmende Kontinentalität mit stets ausgeprägteren Differenzen zwischen dem wärmsten und kältesten Monat des Jahres gut erkennen. In dem Nordosten Sibiriens liegt der Kältepol der Nordhalbkugel.
Die Klima- und Vegetationszonen verlaufen in Russische Förderation weitgehend breitenkreisparallel, so dass stark schematisiert folgende Nord-Süd-Abfolge entsteht:
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Präsidentschaftswahlen 2004 | |
Im März 2004 kam es kurz vor den Präsidentschaftswahlen zu einer Neubildung der russischen Regierung. Präsident Wladimir Putin ernannte den bisherigen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Sergej Lawrow, zu dem neuen Außenminister. Der frühere Außenminister Igor Iwanow wurde zu dem Sekretär des russischen Sicherheitsrates bestellt.
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Russische Förderation ist ein Vielvölkerstaat.
So leben neben den Russen, die mit 81,5 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung stellen, noch fast 100 andere Völker auf dem Gebiet des Landes. Größere Minderheiten sind die Tataren, die Tschuwaschen, die Baschkiren und andere. Zu den kleineren Minderheiten zählen beispielsweise die Mescheten.
Sie sprechen meistens Sprachen aus dem Kreis der Finno-ugrischen Sprachen, Turksprachen oder Mongolische Sprachen.
Für die nicht-russischen Völker wurden Republiken mit weitgehender Autonomie errichtet. Ohne eigene autonome Republik leben 400 Tausend Polen zerstreut über ganz Russische Förderation. In den letzten Jahren erlebt Russische Förderation einen Bevölkerungsrückgang. Dennoch ist Russische Förderation eines der wichtigsten Einwanderungsländer der Welt. Herkunftsländer sind hierbei v.a. die ärmeren, südlichen ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens und des Kaukasus. Eine bedeutende Rolle unter den Einwanderern spielen Russen, die während der Sowjetzeit in anderen Teilrepubliken angesiedelt wurden und nun mit ihren Familien nach Russische Förderation zurückkehren.
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Transsibirische Eisenbahn
Mit Abstand wichtigster Verkehrsträger in Russische Förderation ist die Eisenbahn, wichtigste Verkehrsachse ist die Transsibirische Eisenbahn. Durch sie und die abzweigenden Strecken wird das Land in West-Östlicher Richtung erschlossen. Zwischen den größten Städten Moskau und Sankt Petersburg pendelt seit wenigen Jahren ein Hochgeschwindigkeitszug.
Der Straßenverkehr hat vor allem in dem europäischen Teil Russische Förderations Bedeutung für den Regionalverkehr innerhalb der Föderationssubjekte, der Luftverkehr ist in den nördlichen Gebieten wichtig, in denen verkehrsfeindliches Klima und ebensolche Gegebenheiten herrschen. Erst seit kurzem (2003) existiert eine durchgehende Straßenverbindung von der Ostsee zu dem Pazifik.
Wichtige Wasserstraßen sind die Wolga, die Kama, die Nischni Nowgoroder Oka , die Wjatka, der Don und die Kanäle, die diese Flüsse miteinander verbinden.
Für den Verkehr zwischen dem russischen Kernland und der Exklave Kaliningrad ist der Fährverkehr sowie die Korridor-Eisenbahnverbindung durch Litauen und Weißrussland von Bedeutung.
In einem so großen Land kommt der Luftfahrt eine besondere Bedeutung zu. Mehrere internationale Fluggesellschaften fliegen außer Moskau auch andere russische Städte an, innerrussische Verbindungen werden allerdings stets noch häufig von der Aeroflot angeboten. Es gibt heute auch noch andere russische Fluggesellschaften, so zu dem Beispiel Pulkovo oder KMV.
Siehe auch: Kfz-Kennzeichen (Russland), Library:WikiProjekt Russische Luftfahrt
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Der Hauptteil des Bruttoinlandsproduktes wird durch den Reichtum an Bodenschätzen erwirtschaftet.
Hierbei sind vor allem Erdöl und Erdgas, Metalle (Nickel, Platin, Gold unter anderem ) sowie Uran, Kobalt und Diamanten zu bezeichnen.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion fiel die verarbeitende Industrie (Maschinenindustrie, Autoindustrie) in eine tiefe Krise.
Seit einigen Jahren geht es aber mit diesem Industriezweig wieder bergauf, nach dem sich die russischen Erzeugnisse als einfacher und preiswerter als westliche Konkurrenzprodukte profilieren konnten und so Märkte v.a. in der GUS wiedererschlossen wurden und neue Märkte in Asien gefunden wurden. Einer der wichtigsten Handelspartner ist Deutschland, das unter anderem den Großteil seines Erdölbedarfs aus Russische Förderation bezieht.
Russische Förderations Anteil am gesamten Welthandel ist jedoch vergleichsweise klein und beträgt etwa 2 Prozent (vergleichbar mit dem Anteil Singapurs).
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Wirtschaftliche Rahmendaten | |
Seit dem Machtantritt Präsident Putins erlebt Russische Förderation eine wirtschaftliche Erholung mit einem Wachstum, das seit dem Jahr 2000 weit über dem der EU-Länder liegt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs in dem ersten Halbjahr 2004 gegenüber der gleichen Zeitspanne 2003 um 7,4 Prozent. Die Investitionen hatten sich um 12,6 % und das Realeinkommen der Bevölkerung um 9,8 % vergrößert. Die Verbraucherpreise stiegen um 6,1 Prozent.
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Für globales Aufsehen sorgte in dem Jahr 2004 der "Fall Jukos". Der Geschäftsführer des mächtigen privaten Ölkonzerns wurde wegen Steuervergehen inhaftiert. Die russische Regierung fordert Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe. Während Kritiker von Russische Förderation dem Land vorwerfen, man wolle den neuen Machtfaktor Privatwirtschaft brechen und daran ein Exempel statuieren, wenden Befürworter ein, es könne nicht angehen, dass Jukos dem Staat die Steuern nicht zahlt, außerdem sei der Konzern mit mafiösen Strukturen entstanden.
Siehe auch: Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft, Tourismus in Russland
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Russische Förderation ist wie Deutschland ein Land der Dichter, Denker und Komponisten. In Russische Förderation werden die großen Schriftsteller und Komponisten verehrt wie Ikonen und Propheten.
Zu den russischen Schriftstellern von Weltrang gehören: Lew Tolstoj (Krieg und Frieden), Fjodor Dostojewski (Schuld und Sühne), Alexander Puschkin (Eugen Onegin), Nikolaj Gogol (Die toten Seelen ), Iwan Turgenjew (Väter und Söhne ), Anton Tschechow (Die Möwe), Michail Lermontow (Ein Held unserer Zeit ), Maxim Gorki (Nachtasyl ), Iwan Bunin (Ein unbekannter Freund ), Wladimir Nabokow (Lolita), Michail Bulgakow (Der Meister und Margarita ), Michail Scholochow (Der stille Don), Boris Pasternak (Doktor Schiwago) und Alexander Solschenizyn (Archipel Gulag) (siehe auch: Russische Literatur).
Bedeutende russische Komponisten sind Peter Tschaikowski, Modest Mussorgski, Alexander Borodin, Nikolai Rimski-Korsakow, Michail Glinka, Alexander Glasunow, Sergej Rachmaninow, Alexander Skrjabin, Igor Strawinsky, Sergej Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch. Weitere bekannte Komponisten sind Anatol Ljadow , Michail Ippolitow-Iwanow, Mili Balakirew, Cesar Cui, Anton Rubinstein, Anton Arensky, Dimitri Kabalewski, Reinhold Glière und Alfred Schnittke.
Russische Förderation brachte auch einige der wichtigsten europäischen Filmregisseure hervor, beispielsweise Sergej Eisenstein und Andrej Tarkowski (siehe auch: Russische Filmgeschichte).
Es gibt kein Land das in so vielen Sportarten zur Spitzenklasse zählt wie Russische Förderation (speziell in den Kategorien Leichtathletik, Wintersport, Turnen/Gymnastik, Gewichtheben). Die Lieblingssportarten der Russen sind Eishockey, Handball, Basketball, Fußball (siehe auch: Fußball in Russland) und neuerdings auch Tennis. Die meisten Schachweltmeister und -Großmeister kommen aus Russische Förderation.
Teetrinken hat in Russische Förderation Tradition, was wie bei den Engländern auf die alten Handelsbeziehungen mit dem Orient und Asien zurückgeht. Wahrscheinlich lernten die Russen den Tee schon durch die Chasaren kennen. Daher auch das turksprachige Wort für "Tee" in der russischen Sprache: Tschai.
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